Schwarzwälder Bote - 21. Januar 2019

Die "Hausband" setzt auf Akustik

Auftakt Kulturprogramm Schwenninger Vesperkirche

Bei der 15. Vesperkirche im vergangenen Jahr bildeten sie den Abschluss des Kulturprogramms. Nun, bei der am Sonntag mit einem Gottesdienst gestarteten 16. Auflage, bot die Band Bluescontext den Auftakt.
VS-Schwenningen. Der Bandname passt gut zu dem Schwenninger Quartett mit Sänger und Bassist Jörg Lesniak, Sänger und Gitarrist Andreas Föhl, dem Pianist Helmut Limburger sowie Sven Goschkowski am Schlagzeug. Bluescontext spielt selbstverständlich Blues und darüber hinaus vieles, was sozusagen in dessen "Kontext" passt: Blues-Rock, Rock, Pop, Funk und sogar etwas Country.

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Gerne zitierten sie den Spruch von Willie Dixon: "The Blues is the roots – every¬thing else is the fruits" – also: "Blues stellt die Wurzel dar, alles andere sind die Früchte!" Ähnlich wie in früheren Konzerten tauchten auch am Sonntagabend Blues-Nummern von Eric Clapton, B.B. King, ZZ Top genauso wie Rock-Klassiker von den Dire Straits, Cream oder Jimi Hendrix im Programm auf. Und doch war diesmal etwas anders. Mit einem Auftritt in der Pauluskirche ein Jahr nach der Bandgründung 2015 und besagtem 2018 ist Bluescontext mit den Räumlichkeiten der Kirche sehr vertraut.

Pfarrer Andreas Güntter benannte Bluescontext diesmal sogar als "Hausband der Pauluskirche". Wenn es eng wird im voll besetzten Kirchenraum wie beim aktuellen Auftritt, macht der Band dies nichts aus – ganz im Gegenteil: es passt umso besser. Die Formation versteht es, das Publikum mit auf die Reise durch die meist bekannten Stücke zu nehmen. Kurze, eindrückliche Einführungen in deren Geschichte erhöhen die Spannung. Auch an anderen Orten schafft es Bluescontext bestens, seine Zuhörer in den Bann zu ziehen. So beispielsweise kürzlich im Oktober in der engen Galerie innerhalb der "Langen Trossinger Bluesnacht" oder dem eher weiten Auftrittsfeld der Schwenninger Kulturnacht. "Eigentlich wollten wir in diesem Gig des Sunday-evening-Blues der Schwenninger Vesperkirche ja nur zwei, drei Songs unplugged präsentieren. Aber bei der letzten Probe hat uns die Sache so großen Spaß gemacht, dass wir kurz entschlossen, das ganze Konzert überwiegend mit akustischen Instrumenten zu bestreiten", erklärte die Band zu Konzertbeginn, "so habt ihr Bluescontext noch nie gehört!"

Um dies zu ermöglichen, ließ die Kirchengemeinde sogar ihr Klavier stimmen und Pfarrer Güntter ergänzte die Infos zur Hausband: "Sie üben freitags immer im Keller des Gemeindehauses." Und tatsächlich war mit der Ausnahme des Basses der Blues in seiner ganzen akustischen Natürlichkeit zu hören – kein Keyboard, keine E-Gitarre, kein Synthesizer: alles unplugged, rein akustisch.

Der sich immer wieder als Verwandlungskünstler präsentierende Kirchenraum der Pauluskirche bot diesmal dem passenden Groove einer Wohnzimmeratmosphäre – sogar mit Stehlampe aus den 1960ern im Chorraum. "Die Pauluskirche kann eine ideale Plattform zur Präsentation von Kleinkunst sein", stellte Pfarrer Güntter schon bei früheren Events fest.
Beim Auftaktkonzert zur diesjährigen Vesperkirche hat sich dies wieder einmal bewahrheitet. Und da der Ort passt, darf auch in einer Kirche nach Zugaben geklatscht werden. Die Band bot sie. "Sultans of swing" der Dire Straits sowie das sich bei Blues¬context allmählich als Schlusssong einspielende "Take me back to Texas" von George Strait waren zum Abschluss des Abends noch zu hören.

Von Wolfgang Trenkle, Bild: Bluescontext

 

Die Neckarquelle - 26. Juni 2018

Bluescontext freuen sich beim Heimatverein auf ein tolles Miteinander

13. Schwenninger Kulturnacht

„Die Kulturnacht ist das Beste, was Schwenningen kulturell zu bieten hat“, sagt Andreas Föhl von der Coverband Bluescontext, die am 7. Juli beim Schwenninger Heimatverein in der Bürkstraße auftreten wird. Hier feiern viele tausend völlig unterschiedliche Menschen gemeinsam ein Fest, bei dem die Musik eine herausragende Rolle spielt.

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„Dort zu spielen und dabei zu sein ist für uns ein Highlight. Die Leute bleiben stehen, haben Spaß an unserer Musik und hören wirklich zu“, so der Schwenninger, der anmerkt, dass die Band bei der Kulturnacht immer wieder ausgesprochene Musikliebhaber im Publikum habe, die erstaunlicherweise auch die weniger bekannten Songs kennen, zum Beispiel von Henrik Freischlader oder David Grissom.

Bluescontext werden zwei unterschiedliche Sets spielen, um 20 Uhr und um 22 Uhr. Neu im Programm ist der Temptations-Klassiker „Papa was a rollin‘ stone“ und – auf mehrfachen Wunsch – „White room“ von Cream, kündigt Föhl an und betont, dass man sich schon jetzt auf das tolle Miteinander bei der Kulturnacht freue.

Gründung im Jahr 2015

Die Formation Bluescontext gibt es seit 2015. Sie besteht aus Sven Goschkowski am Schlagzeug, Jörg Lesniak, Bass und Gesang, Andreas Föhl, Gitarre und Gesang und Helmut Limburger, Keyboard und Gesang. Letzterer kam für die Keyboarderin Beatrix Engels in die Band. Als sie Anfang 2015 ausgestiegen ist, hatte man sich an Helmut Limburger erinnert, mit dem Andreas Föhl Mitte der 1990er Jahre in Tübingen bei einer Band namens Al dente Musik gemacht hat. „Nachdem wir über zehn Jahre nicht voneinander gehört haben, habe ich ihn angerufen. Helmut hatte Interesse. Musikalisch und menschlich ein Volltreffer“, betont Föhl.

Der Bandname Bluescontext beschreibt sehr gut, welche Musik gespielt wird, nämlich Blues, aber auch das, was im Umfeld der Blues steht und aus dem Blues gewachsen ist, wie Bluesrock, Rock, Pop, Country, Funk und Soul. „Im Proberaum habe ich einmal gesagt, dass meine Gitarre im Bandkontext ganz anders klingt als zu Hause. Das Wort Bandkontext fanden die anderen lustig und es wurde zum Running Gag“, so Föhl.

Als man einen Bandnamen gesucht hat, sollte der „Kontext“ mit rein. Man nahm damals die Abkürzungen der Vornamen – Beatrix, Andreas, Jörg und Sven und hängte die vor Context, um sich Bajs-Context zu nennen. Als Helmut Limburger kam, ging das natürlich nicht mehr, und aus Bajs-Context wurde eben Bluescontext.

In ihrem Repertoire hat die Band vornehmlich Bluesstücke von B.B. King, Eric Clapton, ZZ Top und Robert Cray als Basis. Dazu kommen Rockklassiker von Cream, Lynyrd Skynyrd, den Dire Straits oder Jimi Hendrix. „Und schließlich sind da noch die Stücke, die wir die ‚verborgenen Schätzchen‘ nennen: Schöne Nummern, die aber nicht jeder kennt“, sagt Föhl.

Tänze des Heimatvereins

„Wir mögen die Bands und Künstler, deren Lieder wir spielen, aber wir versuchen sie nicht eins zu eins zu kopieren“, erklärt der Gitarrist. In erster Linie gehe es der Band um die Songs. Denen würde man einen eigenen Bluescontext-Stempel geben. „Immer wieder sagen uns Leute, dass unser Programm wie aus einem Guss klingt, obwohl es aus ganz unterschiedlichen musikalischen Ecken stammt“, so Andreas Föhl, der von Beruf Pfarrer ist. Sven Goschkowski ist Lehrer, Jörg Lesniak IT-ler, und Helmut Limburger ist ebenfalls Lehrer.

Der Schwenninger Heimatverein wird an seiner Geschäftsstelle in der Bürkstraße den ganzen Abend für die Bewirtung der Besucher sorgen. Ebenso wird die Trachtengruppe um 19 und um 21 Uhr Volkstänze zum Anschauen und Mitmachen präsentieren. Das Publikum kann die Schwenninger Trachten bestaunen sowie Hintergründe der altüberlieferten Tänze erfahren, wirbt die Trachtengruppe des Vereins und freut sich wieder auf eine Teilnahme an der Kulturnacht.

Von Jochen Schwillo, Bild: Bluescontext

 

Die Neckarquelle - 20. Februar 2018

Blues aus dem Herzen

Konzert | Volles Haus zum Abschluss der Reihe „Kultur in der Vesperkirche“. Bluescontext präsentieren die Songs der berühmten Vorbilder und eigene Nummern.

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Der viele Schnee konnte die Leute nicht davon abhalten, in die Schwenninger Pauluskirche zu kommen. Der Saal war fast voll besetzt. Männer und Frauen jeden Alters wollten die vier Musiker von Bluescontext sehen. Die Band präsentierte überwiegend klassische Blues- und Rocknummern aus den 1960er- und 1970er-Jahren von Künstlern wie B.B. King, Fleetwood Mac, ZZ Top, Dire Straits, Eric Clapton, Alannah Myles, Jimi Hendrix und die Beatles. Aber auch ein eigener Song durfte nicht fehlen.

Song zur Fastenzeit

Passend zur Fastenzeit präsentierten sie die gelungene Komposition „Willy’s Song“, die sich im Refrain auf ein Zitat von William Shakespeare in Macbath über den Alkohol bezieht: „Provokes the desire but stops the performance.“ Auch die anderen Stücke passten sie ihrem Stil an. Dadurch machte das Programm einen sehr runden Eindruck. Sehr schön war, dass die Band immer mit einer kurzen Geschichte oder mit einer Erklärung zum Inhalt der Lieder einleitete. So erzählte Andreas Föhl anhand einer Geschichte über den Sänger der Band Dire Straits, Mar Knopfler, dass es beim Blues weniger auf die Musiktheorie, sondern viel mehr auf das Herz ankomme. Dieses Gefühl konnten die vier Musiker Andreas Föhl, Jörg Lesniak, Helmut Limburger und Sven Goschkowski von Bluescontext perfekt mit ihrem ausgezeichneten mehrstimmigen Gesang und den sehr gut umgesetzten und ausgewogenen Solos demonstrieren.

Lauter Applaus

Die Zuschauer ließen sich immer wieder von der Musik mitreißen. Sie wippten mit den Köpfen oder trommelten mit ihren Händen auf ihre Oberschenkel zum Takt. Spätestens nach dem Lied „Sweet home Alabama“ der US-amerikanischen Rockband Lynyrd Skynyrd taute das Publikum auf und klatschte mit dem Lied mit. Das begeisterte Publikum spendete lauten Applaus. Das Konzert war ein voller Erfolg und ein wunderbarer Abschluss der 15. Vesperkirche.

Gemütliche Clubatmosphäre

Die Pauluskirche bot eine gemütliche Clubatmosphäre. Bei den verschiedenen Konzerten, die in den letzten Wochen in der Pauluskirche stattgefunden haben, konnte die Wandlungsfähigkeit des Kirchensaals eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Egal ob Heavy Metal, Eurythmie, Blues, Jazz, alles wirkte stimmig in dem alten Gemäuer.

Von Felix Kübacher, Bild: Mike Scholz

 

Schwarzwälder Bote - 15. Februar 2016

Bluescontext lässt die Vesperkirche klingen

Konzert | Band meistert den Musik-Spagat

Vesperkirche 2016 schmal


»Die Pauluskirche bietet eine ideale Plattform zur Präsentation von Kleinkunst«, freute sich Pfarrer Andreas Güntter. Er war sichtlich begeistert von dem Auftritt der einheimischen Band »Bluecontext« – dem Publikum erging es genauso. In einem zweistündigen musikalischen Feuerwerk gelang der Formation in außergewöhnlicher Art der Spagat zwischen Rock, Blues, Jazz und Country. Mit ihrem Konzert innerhalb der Vesperkirche gelang der Band auch der Kontext zum Publikum und dem Team der Vesperkirche die Kontaktaufnahme mit vielen Gästen, denen bislang ein Kirchenbesuch eher fremd war. »Mit derartigen Veranstaltungen wollen wir uns als eine Kirche zum Anfassen präsentieren«, ergänzte Güntter.

Interpretationen überzeugen das Publikum

Kaum mehr einen freien Platz gab es derweil in dem kleinen Kirchengebäude, das für derartige Veranstaltungen geradezu prädestiniert ist. Die vier Musiker von Bluescontext hatten für ihren Auftritt einen Handlungsstrang konzipiert, der von den ruhigen Tönen mit eher unbekannten Stücken populärer und weniger bekannter Künstler zu einer Serie weltbekannter Hits renommierter Blues- und Rock-Künstler im zweiten Teil führte. Dabei erwiesen sich die Musiker immer wieder als Meister der Interpretation, so beispielsweise im Stück Blue Velvet. Die Lockerheit im Wechsel der Musikstile beflügelte zudem die Stimmung bei den Zuhörern. Speziell für ihr Konzert in der Vesperkirche wählten Bluescontext die Uraufführung einer Eigenkomposition, die sich problemlos ins Programm einfügte. Immer wieder waren es auch die Soli der Musiker in Kombination mit der Harmonie des Gesamtauftritts, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Sänger und Bassist Jörg Lesniak, Sänger und Gitarrist Andreas Föhl, Keyboarder Helmut Limburger und Drummer Sven Goschkowski setzten mit Sweet Home Alabama und Money for Nothing zwei Klassiker an das Konzertende, welche die Stimmung auf den Höhepunkt trieben. Eine weitere Zugabe mit leiseren Tönen setzte den
Schlussakkord ans Ende eines begeisternden Konzertes.

Von Rainer Bombardi, Bild: Sonja Föhl

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